Juleica – Fit für Verantwortung

Sind die großen Sommerfreizeiten vorbei, reflektiert und ausgewertet, dann geht auch schon wieder die Vorbereitung auf das nächste große Camp los. Spätestens im Dezember soll das Team für die nächste Sommerfreizeit stehen.

Die vielen ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer, durch die diese wichtige Kinder– und Jugendarbeit erst möglich ist, engagieren sich aber nicht nur bei den zeitlich begrenzten Freizeiten, sondern auch in vielen regelmäßigen Gruppenstunden für Kinder oder Jugendliche.

Mit sehr viel Kreativität und hoher Motivation sind auch in unserem CVJM viele ehrenamtliche Jugendliche, junge und ältere Erwachsene in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingebunden.

Haben sie erst einmal begonnen, Verantwortung bei der Aufsicht und Betreuung zu übernehmen, haben sie ihren eigenen Stil gefunden, die freizeitpädagogischen und biblisch fundierten Angebote den Kindern zu präsentieren und mit ihnen zu erleben, dann tut es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut, hin und wieder eine gemeinsame Fortbildung zu erleben.

Die Wertschätzung und den Dank für den ehrenamtlichen Einsatz können wir Hauptamtliche und der Verein den Betreuerinnen und Betreuern gut zeigen, indem wir sie in ihrer Arbeit, Motivation und Kompetenz unterstützen und fördern.

Meistens beginnt die „ehrenamtliche Karriere“ bei Jugendlichen mit ihrer Begeisterung für gute Erlebnisse, die sie bei Freizeiten oder Gruppenstunden gemacht haben. Gruppenleiter oder Freizeitmitarbeiterinnen, die teilweise kaum älter sind als sie selbst, sind dabei wichtige Vorbilder.

Der nächste Schritt in Verantwortung und Teilhabe an der Kinder– und Jugendarbeit ist dann der Juleica-Grundkurs. Jugendliche, die mindestens 16 Jahre alt sind, absolvieren ein Seminar über etwa 50 Stunden. Dort bekommen sie erste Grundlagen vermittelt über Gruppen- und Freizeitpädagogik, Spiel– und Sportangebote, Aufsichtspflicht, Jugendschutz und Gewaltprävention, Konfliktmanagement und Kommunikationstraining, im kirchlichen Bereich aber auch über biblische Auslegung und Andachtsgestaltung. Methodenvielfalt ist nicht nur ein Seminarthema, sondern immer auch praktische Übung und Erlebnis bei den Juleica-Seminaren.

Ein großes Schwerpunktthema ist für uns immer auch die Sensibilisierung der jungen Betreuerinnen und Betreuer für sexualisierte Gewalt und allgemein Gewalt unter Jugendlichen.

Dieser Seminarinhalt muss alle drei Jahre wiederholt werden, wenn nämlich die Juleica verlängert bzw. neu beantragt werden muss. Denn zu der Verantwortung für Kinder und Jugendliche, deren Eltern uns mit der zeitweisen Aufsicht und Betreuung beauftragt haben, gehört unbedingt, dass wir als ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nachlassen in der Sorgfalt und Aufmerksamkeit, Schaden und Verletzungen von den Teilnehmenden fernzuhalten.

Das klingt alles sehr komplex und umfangreich. – Ist es auch. Jedoch mit so wenigen Vorträgen wie nötig und so vielen Plan– und Rollenspielen, Fallbeispielen, praktischen Übungen und Methodenwechseln wie möglich, lässt die Aufmerksamkeit Jugendlicher auch dann nicht nach, wenn der Juleica-Kurs in den Osterferien oder wie jetzt in den Herbstferien stattfindet.

Ein Juleica-Grundkurs findet regelmäßig in den Osterferien statt. Meistens wird vom Ev.-luth. Kirchenkreis-Jugenddienst eine Woche in der Jugendherberge Damme angeboten (18.-22.03.2016). Eine Woche in den Herbstferien bietet der CVJM Osnabrück an (04.-08.10.2016).

Darüber hinaus finden Juleica-Kurse bei Bedarf auch für Berufstätige in speziellen Kursen statt oder als Fortbildung für junge Erwachsene im Bundesfreiwilligendienst oder im sozialen Jahr. Sogar als wöchentliche Schul-AG kann ein Juleica-Kurs für ein Schulhalbjahr eingesetzt werden.

In vielfältiger Form werden so Begeisterte für den ehrenamtlichen Dienst an Kindern und Jugendlichen unterstützt und gefördert.

Bodo Spangenberg

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