Juleica im Herbst

Schon seit einigen Jahren finden in den Herbstferien zwei besondere Juleica-Kurse statt.

Jugendliche aus unterschiedlichen evangelischen und katholischen  Gemeinden sowie aus anderen Jugendverbänden kamen auch jetzt in dem einen Herbst-Seminar zusammen. Die meisten hatten in den Hauptkursen in Frühjahr und Sommer keine Gelegenheit, sich zu Jugendleiter/innen ausbilden zu lassen. So nutzten sie gern dieses Angebot, das eine Woche lang ohne Übernachtung ganztags im CVJM-Haus stattfand.

In dem zweiten Kurs kamen junge Erwachsene zusammen, die derzeit in städtischen Einrichtungen (Jugend– und Stadtteilzentren, Horten und Kindertagesstätten) ihren Bundes-Freiwilligen-Dienst (BfD) absolvieren. Für sie war der Juleica-Kurs eine Fortbildung im Rahmen ihres Dienstes.

Unterschiedlicher konnten die Lerngruppen nicht sein. Die einen verbrachten die Hälfte ihrer sauer verdienten Herbstferien in dem Kurs. – Für die anderen war es Dienstzeit.

Von morgens bis abends wurden erste Grundlagen vermittelt zu Gruppen- und Freizeitpädagogik, Spiel– und Sportangeboten, Aufsichtspflicht, Jugendschutz und Gewaltprävention, Konfliktmanagement und Kommunikations-Training.

Ein großes Schwerpunkt-Thema war für uns auch dieses Mal die Sensibilisierung der Jugend-Betreuer/innen für sexualisierte Gewalt und allgemein Gewalt  unter Jugendlichen. – Wie erkenne ich frühzeitig sexualisierte Gewalt, Kindesmissbrauch und Kindeswohlgefährdung? Wie kann ich einschreiten und ggf. melden und Hilfe anfordern/einleiten?

In diesem Jahr waren Medienkompetenz und Öffentlichkeitsarbeit weitere Schwerpunkte. Nina Frankenberg (ehrenamtlich im CVJM) ist als Sozialpädagogin speziell ausgebildete Fachkraft für Medienpädagogik. Sie bekam von den Teilnehmenden viel Lob für ihre lockere, lehrreiche und kompetente Themeneinheit zum Umgang mit unterschiedlichen Medien.

Anette Thanheiser (Referentin  bei der Johanniter-Jugend) brachte Grundsätzliches zur Öffentlichkeitsarbeit ein und legte besonders bei der praktischen und kreativen Übung zur Flyer– und Plakatgestaltung Wert auf „corporate design“ (einheitliche Gestaltung aller Kommunikationsmittel). Auch Anettes Kurs-Einheit wurde von den Lernenden begeistert mitgemacht.

Darüber hinaus bekam ich durch Matthias Bruns (Diakon des KK Osnabrück) kompetente und starke Unterstützung in den Themen Spielpädagogik, Entwicklungspsychologie und „Gen-der“ (Berücksichtigung der unterschiedlichen Prägungen der Geschlechterrollen in der Kinder– und Jugendarbeit).

Den Referentinnen und dem Referenten danke ich nochmals an dieser Stelle ganz herzlich, dass sie sich, zum Teil ehrenamtlich, in dieser Zeit so engagiert eingebracht haben.

Es war eine lebhafte, lehrreiche, kurzweilige und gesegnete Zeit.

 

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