Jugendcamp 2016

Ein Besuch in „Bella Italia“

Dass Italien wirklich schön ist, konnten wir in den 13 Tagen auf dem Zeltplatz von Rosolina Mare – direkt am Mittelmeer gelegen – erfahren. Und gastfreundlich ist Italien auch. Dies hat sich auch nicht verändert, als die deutsche Nationalmannschaft die italienische im Elfmeterschießen geschlagen hat. Dieses spannende Spiel auf dem Campus des Campingplatzes mit so vielen Italienern zu erleben, war einer von vielen tollen Momenten der Freizeit. Denn es ist einfach etwas anderes, sich über ein Tor zu freuen, wenn um einen herum alle Italiener still werden. Und es ist auch seltsam, wenn die vielen Italiener um einen herum jubeln – während man selbst sich ärgert.

Doch letztendlich war die Fußball-Europameisterschaft für alle nur eine Nebensache bei unserem Camp. Viel wichtiger waren dagegen die Begegnungen und die Aktivitäten, die wir gemeinsam unternommen haben.

Großartig war zum Beispiel für uns 12 Teamer und unsere 53 Teilnehmer der Ausflug nach Venedig. Denn anstatt mit dem Bus zu fahren, haben wir in der Nachbarstadt Chioggia ein Boot bestiegen und sind anderthalb Stunden durch die Lagune nach Venedig gefahren. Großartig war es, vom Boot aus diese Stadt aus dem Wasser auftauchen zu sehen. Aber auch in Venedig selbst ist jeder auf seine Kosten gekommen. Gut war dabei der Wind, der durch die engen und schattigen Gassen wehte, denn durch die Hitze wäre es sonst kaum auszuhalten gewesen. Zurück ging es dann ebenfalls mit dem Schiff bei bester Laune und schöner Musik.

Aber auch die vier Bibelarbeiten sind gut angekommen. In jeder Gruppe wurde eifrig über das vorgeschlagene Thema gesprochen. Und auch die anschließende Diskussionsrunde war immer gut besucht.

Das wichtigste Ereignis am Tag war aber für die meisten der nachmittägliche Gang zum Strand. Schade war es nur, wenn die rote Flagge wehte und das Baden im Meer nicht erlaubt war. Aber auch der schöne Pool hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder gelockt. Ebenso wie die vielen Hobbygruppen: Da sind tolle Taschen beim Batiken entstanden – und faszinierende Linoldrucke. Aber auch die Slagline erfreute sich großer Beliebtheit. Für mich war es dabei spannend zu sehen, wie schnell die Jugendlichen auf dem Seil – im Gegensatz zu mir – sicheren Stand fanden und scheinbar mühelos von einem zum anderen Ende marschiert sind.

Gerade am Nachmittag war es gut, dass unser Zeltplatz durch die großen Pinien beschattet wurde. Denn sonst wäre es an manchem Tag dort unerträglich heiß gewesen.

Stimmungsvoll waren auch die beiden Gottesdienste, die wir während der Freizeit gefeiert haben. Sehr schön war natürlich die Atmosphäre beim Gottesdienst am Strand, allerdings nur, bis kurz vor Schluss die Mücken über uns hergefallen sind.

Italien2016 Strandgodi

Und so vergingen die zwölf Tage immer schneller, je länger wir dort waren. Das lag mit Sicherheit daran, dass die Gruppe im Laufe der Tage immer enger zusammengewachsen ist. Aber auch die neun ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamer haben für gute Stimmung gesorgt, in dem sie sich immer liebevoll um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gekümmert haben. Das größte Lob muss aber an dieser Stelle an unser großartiges dreiköpfiges Küchenteam gehen, das uns in all den Tagen so wunderbar abwechslungsreich mit leckerem Essen versorgt hat.

Italien2016 Essen

Viel Freude haben aber auch die Abende gemacht, an denen wir als ganze Gruppe miteinander gespielt haben. Da gab es z. B. einen Theaterabend mit sehr spannenden Stücken oder das Duell um die Bohne wurde ausgetragen. Und auch das Krimidinner war lecker und spannend zugleich. Abwechslungsreich und verblüffend war dann auch wieder der ZDF-Abend, an dem alle ihre Fähigkeiten zeigen durften.

Gegen Ende der Freizeit gab es als Highlight den Besuch in einem Freizeitbad mit seinen vielen großen und schnellen Rutschen und einem tollen wabbeligen Hügel, der bestiegen werden konnte – woran so mancher gescheitert ist. Auch dies war ein rundum gelungener Ausflug.

Und so sind wir dann am 12. Juli, nach einem schönen letzten Tag auf dem Platz und einem leckeren Abendessen in der Pizzeria, müde und erschöpft um 24.00 Uhr in den Bus gestiegen. Dass die Heimreise dann leider rund 6 Stunden länger gedauert hat, ist eine andere Geschichte. Die etwas stressige Rückreise hat aber nichts daran geändert, dass wir in diesem Sommer gemeinsam eine wunderbare Freizeit in „Bella Italia“ erleben durften.

Thomas Herzberg