Geschichte

Mehr als 100 Jahre kreative Jugendarbeit in Osnabrück

Der Christliche Verein Junger Menschen Osnabrück wurde am 28. April 1907 vom Johann Jakob Langen, der 1. Pfarrer der evangelisch reformierten Bergkirche in Osnabrück war, gegründet. Der Verein wird 1919 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der CVJM Deutschlands mit Sitz in Dresden.
Im Jahr 1921 kauft der CVJM Osnabrück das „Hotel Amsterdam“ Am Kamp 49/51. Nach Renovierungsarbeiten wird noch im gleichen Jahr das erste eigene Haus des CVJM Osnabrück eröffnet.

Am 5. Dezember 1939 wird der CVJM durch die GESTAPO als erster CVJM in Deutschland aufgelöst. Der Sekretär Helmut Hass wird als Prediger von der Landeskirchlichen Gemeinschaft übernommen.

Nach dem 2. Weltkrieg findet am 27. Oktober 1945 die erste Zusammenkunft der CVJMer statt. Kurz darauf wird eine Satzung erarbeitet und am 19. November ein neuer Vorstand gewählt, zu dem Fritz Hullmann, Carl Heithecker, Hermann Kock, A. Heinrich Luft und Fritz Kimmel gehören. Fritz Kimmel wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Als Vereinsräume dienen zwei Privaträume in der Kiwittstraße.

In Anwesenheit von Vertretern des CVJM-Weltbundes eröffnet 1950 der Verein ein Holzhaus als Vereinsheim auf dem Standort des heutigen Arbeitsamtes (Spindelstr. 23). Kurz darauf wird der Pachtvertrag gekündigt. Noch im selben Jahr wird das Haus abgebrochen und Am Ledenhof (heutiges Altersheim) wieder aufgebaut.

In Bissendorf-Achelriede (Kreis Osnabrück) wird Pfingsten 1953 ein alter russischer Eisenbahnwagen zum „Waldheim“ eingerichtet. Trotz liebevoller Pflege und mehrmaliger Renovierung muss dieser 1973 wegen völliger Baufälligkeit aufgegeben werden.

In den 1950er und 1960er Jahren entwickelte sich im CVJM Osnabrück eine rege Kinder- und Jugendarbeit, mit Schwerpunkten Basketball, Musik, diakonische Arbeit und Verkündigung des Evangeliums. Schwerpunkt unserer Arbeit sind die Sommer-Freizeiten. Neben wöchentlichen Gruppenstunden der Jungschar- und Jungenschaftsgruppen geschah dies insbesondere in den großen Sommer-Zeltfreizeiten. Über 300 Personen nehmen daran teil.
Das Vereinshaus „Am Ledenhof“ war inzwischen für die Arbeit zu klein geworden, so dass mit Hilfe größigiger Zuschüsse der öffentlichen Hand und zahlreicher Spenden von Freunden und Mitgliedern am 25. April 1964 ein Fachwerkhaus in der Rolandstraße 9 gekauft und anschließend umfangreich renoviert werden konnte.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit jungen Erwachsenen. Junge Frauen und Mädchen sind heute gleichberechtigte Mitglieder Die Teilnahme von Mädchen und jungen Frauen an CVJM-Gruppen war immer schon möglich, aber nach der Satzung waren sie keine gleichberechtigten Mitglieder. Erst im Jahr 1973 gemäß einer Änderung der Pariser Basis beim Weltbund-Treffen 1955 in Paris beschloss der CVJM Osnabrück die Umbenennung in „Christlicher Verein Junger Menschen“. Von diesem Zeitpunkt an sind Mädchen und Frauen gleichberechtigte Mitglieder des CVJM Osnabrück e.V..

Nachdem das Freizeitheim in Bissendorf abgebrochen werden musste, wurde der Wunsch nach einem neuen Freizeithaus immer dringlicher. Erst 1977 konnten die Vertragsverhandlungen mit der Kirchengemeinde Hüde/Dümmer über das Haus Burlage abgeschlossen werden. Der Kaufvertrag wurde unterzeichnet. In den nächsten Jahren wird das Haus mit großem Einsatz vieler Mitglieder vollständig umgebaut und 1980 als „Wilhelm-Schmitter-Haus“ eingeweiht.
In den 1990er wird mit finanzieller Hilfe der Stadt Osnabrück eine Schülernachmittagsbetreuung begonnen. Ab September 2005 wird statt des Schülernachmittagsangebotes ein Kinderhort für 6 bis 10Jährige eingerichtet. Wiederum übernimmt die Stadt Osnabrück die Kosten für den Umbau und beteiligt sich auch an den Sach-und Personalkosten.
Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft des CVJM Deutschland beteiligt sich der CVJM Osnabrück an dem Projekt „18plus“. Durch diesen inhaltlichen Schwerpunkt muss sich in den nächsten Jahren die innere und äußere Gestaltung und Positionierung unseres Vereins neu ausrichten.